Wer ist Jesus?Wer ist Jesus?


Wer ist Jesus?

Noch heute scheiden sich an Jesus die Geister. Er hat die Welt bewegt und verändert, wie kein anderer. Jesus hat heute Anhänger unter Popstars und Professorinnen, unter Politikerinnen und Profifußballern. Andererseits hat er es auch „geschafft“, dass sein Name für viele zu einem roten Tuch geworden ist, oder sogar zu einem Schimpfwort. Wer ist also Jesus?

Mensch aus Nazareth

Palästina im 1. Jahrhundert, Nazareth in der Provinz Galiäa

Für einen Menschen aus der Antike lässt sich die Geburt von Jesus sehr gut datieren. Jesus wurde wahrscheinlich nicht im Jahre 0, sondern bereits einige Jahre früher, in Bethlehem geboren. Da seine Eltern eigentlich aus dem kleinen „Kaff“ Nazareth in der nördlicheren Region Galiläa waren, wuchs Jesus dort auf. Aus diesem Grund heißt er manchmal auch „Jesus von Nazareth“ oder „Jesus von Galiläa“.
Jesus hatte also eine Kindheit und eine Familie – genau wie jeder Mensch.

Weiser

Ungefähr 27 n.Chr. wird Jesus öffentlich aktiv. Er fängt an, mitreißende Reden zu halten, und wie andere Rabbis (Lehrer) dieser Zeit nimmt er Schüler an, die ihn auf seinen Wegen begleiten.

Wenn die Gelehrten seiner Zeit mit Jesus diskutierten, dann ließ er sie oft alt aussehen. Er verstand ihre Argumente besser als sie selbst und sie konnten ihn nie mit Fangfragen hineinlegen, obwohl sie es oft versuchten.
Wenn Ratsuchende sich an Jesus wandten, erlebten sie oft, dass er ihre eigentlichen Fragen erkannte und die Probleme, die sie betroffen machten, bis in die Tiefe durchblickte.

Von Jesus stammen unter anderem die „Goldene Regel“, das Gebot der Nächstenliebe und so unvergessliche Gleichnisse wie die Geschichte vom Verlorenen Sohn.

Seine Weisheit war lebensnah, praktisch und relevant, und zielte stets auf die größtmögliche zwischenmenschliche Harmonie. Jesus reiht sich also mühelos unter die größten Weisheitslehrer der Menschheitsgeschichte ein – aber er ist noch mehr.

Visionärer Leiter

Von Jesus kann man nicht nur Weisheit lernen, das heißt, nicht nur lernen, wie das Leben gelingen kann. Heute lernen Manager von Jesus, was es heißt, ein visionärer Leiter zu sein.
Jesus hat es geschafft, durch seine kleine Gruppe von Schülern die Welt zu verändern. Seinen Führungsstil nennt man heute „dienende Leiterschaft“.

Prophet

Propheten sind von Gott inspirierte Männer und Frauen, die sich nicht scheuen, die unbequemsten Dinge zu sagen und ihre Finger auf die gesellschaftlichen Missstände ihrer Zeit zu legen. Jesus hat genau das getan.

Er hat religiöse Heuchelei öffentlich angeprangert. Er hat den hartherzigen und asozialen Umgang der Gesellschaft mit den Ausgestoßenen angegriffen. Er hat sich auf die Seite der Ausgegrenzten und Unberührbaren gestellt.

Für Moslems ist Jesus ein Prophet – und das stimmt! Aber er ist mehr als das.

Revolutionär

Darstellung von Jesus angelehnt an Che Gueavara

Jesus wollte eine Revolution herbeiführen, eine Revolution des Denkens, der Menschenliebe und der Beziehung zu Gott. Jesus hat radikal mit Vorstellungen gebrochen, die diesem Ziel entgegenwirkten.

Seine Konsequenz für das Gute hat ihm nicht nur Freundschaft und Anerkennung eingebracht. Die religiösen Führer wollten verhindern, dass Jesus weiter ihre eigenen Lehren angreift und ihre Machtpositionen noch weiter untergräbt. Sie begannen gegen Jesus vorzugehen.

König

Jesus konnte seine Abstammung in direkter Linie auf die größten Könige der jüdischen Geschichte zurückführen. Natürlich war das jüdische Königshaus zu seiner Zeit politisch unbedeutend. Aber in den heiligen Schriften der Juden gibt es über 50 Prophezeiungen über einen Messias, einen Propheten, der aus der königlichen Linie stammen sollte. Viele Menschen warteten voller Hoffnung auf diesen Messias.

Jesus wurde in der öffentlichen Meinung im Laufe seines Wirkens immer mehr mit diesem Messias gleichgesetzt. Auch seine Jünger wurden immer mehr davon überzeugt, bis schließlich einer von ihnen zu ihm sagte: „Du bist der Messias.“ (Markusevangelium 8,29; „Christus“ ist die griechische Übersetzung des hebräischen Wortes „Messias“)

Als die politische Intrige gegen Jesus so weit fortgeschritten war, dass er vor dem römischen Statthalter Pilatus verklagt wurde, war bald ein Grund für das Todesurteil gefunden: Dieser Jesus von Nazareth hat sich selbst als König der Juden bezeichnet.

Kein römischer Kaiser hätte sich das bieten lassen – ein Aufstand gegen seine Regierung! Pilatus wusste, dass er diesen Mann beseitigen musste. Er verurteilt ihn zum Tod durch Kreuzigung. Über dem Kreuz hat Pilatus, so wie es üblich war, die Anklageschrift anbringen lassen: „Jesus von Nazareth, König der Juden“ (Johannesevangelium 19,19)

Kreuz in den Wolken

Gott

Mensch, Weisheitslehrer, Visionär, Prophet, Revolutionär, König – all das erklärt noch nicht den gewaltigen Eindruck, den Jesus in der Geschichte hinterlässt.

Das Außerordentliche, das Überraschende, das regelrecht Schockierende an Jesus ist seine Behauptung, Gott zu sein. Die historischen Quellen über Jesus machen klar, dass er das wirklich von sich behauptet hat.

Wie kann jemand nur so etwas von sich sagen?


Es gibt nur drei Möglichkeiten:

  1. Er lügt. Jesus könnte einfach ein Lügner sein. Es wäre aber sehr seltsam, wenn ein Mensch ansonsten immer nur Gutes tut und in einem einzigen Punkt lügt.
  2. Er ist wahnsinnig. Jesus hat eine pathologisch verwirrte Ansicht über sich selbst. Das scheint wenig wahrscheinlich, wenn man sich ansieht, was Jesus sonst gesagt und getan hat.
  3. Er hat Recht.

 

Für diese letzte Möglichkeit spricht:

  • die übernatürliche Weisheit von Jesus.
  • seine absolute Integrität in ALLEN Dingen. Einer seiner engsten Freunde   bescheinigt ihm, dass er NIE etwas Falsches getan hat (vgl. 1. Petrusbrief 1,19).
  • die Berichte über seine übernatürlichen Taten.
  • die Berichte über seine Auferstehung nach dem Tod am Kreuz.


Wenn Jesus nicht nur Weisheitslehrer, Visionär, Prophet, Revolutionär und König war, wenn Jesus tatsächlich Gott war, wenn Jesus der menschgewordene Gott ist, der auf die Welt kommt, dann ist es klar, dass dieser eine Mann die Welt mehr bewegt hat, als jeder andere. Dann ist es auch klar, dass er sie immer noch bewegt.

Man könnte ein bisschen abgewandelt mit Franz Kafka sagen: "Jesus ist die Axt für das gefrorene Meer in uns." Jesus ist auch die Sonne, die das Eis zum Schmelzen bringt. Jesus verändert heute immer noch Menschen.

Und wozu hätte Gott Mensch werden sollen?

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